Quick answer
Das klassische Bewerbungsfoto misst 35 x 45 mm, also 413 x 531 Pixel bei 300 dpi. Für das Deckblatt sind größere Formate wie 40 x 60 mm oder 50 x 70 mm üblich und völlig zulässig. Der Hintergrund ist schlicht weiß oder hellgrau, das Foto steht oben rechts auf der ersten Seite des Lebenslaufs. Wichtig: Ein Bewerbungsfoto ist kein biometrisches Passfoto und darf lächeln.
Bewerbungsfoto Größe: 35 x 45 mm und die Alternativen
Die offiziellen Maße, die Pixelangaben für die digitale Bewerbung, und der Unterschied zum biometrischen Passfoto, den fast jeder verwechselt.
Die kurze Antwort
| Maße | Pixel bei 300 dpi | Wofür | |
|---|---|---|---|
| Klassisch | 35 x 45 mm | 413 x 531 px | Lebenslauf, Standardformat |
| Deckblatt klein | 40 x 60 mm | 472 x 709 px | Deckblatt, etwas präsenter |
| Deckblatt groß | 50 x 70 mm | 591 x 827 px | Deckblatt, bewusst gesetzt |
| Digital | mind. 413 x 531 px | PDF-Bewerbung, Online-Formular |
Das Standardmaß ist 35 x 45 mm. Wenn Sie unsicher sind, nehmen Sie dieses. Es passt in jeden Lebenslauf, entspricht dem Format, das jedes Fotostudio in Deutschland kennt, und niemand wird es je als falsch bezeichnen.
Die größeren Formate sind kein Regelverstoß, sondern eine Gestaltungsentscheidung. Wer ein Deckblatt verwendet, setzt das Foto dort oft bewusst größer, weil es auf einer sonst leeren Seite sonst verloren wirkt.
Warum ausgerechnet 35 x 45 mm
Das Maß stammt nicht aus der Bewerbungswelt, sondern aus dem internationalen Passwesen. ICAO 9303, die Norm für maschinenlesbare Reisedokumente, legt 35 x 45 mm fest, und weil jedes deutsche Fotostudio ohnehin auf dieses Format eingerichtet war, wurde es auch zum Standard für Bewerbungsfotos.
Das erklärt auch, warum so viele Bewerbungsfotos aussehen wie Passfotos: Sie kommen buchstäblich aus derselben Kabine. Genau das sollten sie aber nicht.
Der wichtigste Unterschied: Bewerbungsfoto ist kein Passfoto
Hier verwechseln die meisten Bewerberinnen und Bewerber zwei völlig verschiedene Dinge, und das Ergebnis ist ein Lebenslauf mit einem Foto, das aussieht wie eine Fahndungsaufnahme.
Ein biometrisches Passfoto muss den strengen Vorgaben der Passbehörde folgen. Neutraler Gesichtsausdruck, Mund geschlossen, Blick frontal in die Kamera, keine Kopfbedeckung, definierte Kopfhöhe im Millimeterbereich. Das sind technische Anforderungen für einen Gesichtserkennungsalgorithmus an der Grenze.
Ein Bewerbungsfoto hat keine dieser Vorgaben. Es gibt keine Behörde, die es prüft. Sie dürfen lächeln, und Sie sollten es auch. Sie dürfen den Kopf leicht drehen. Sie dürfen näher heran oder weiter weg. Der Ausschnitt darf die Schultern zeigen statt nur den Kopf.
Das einzige, was ein Bewerbungsfoto teilt, ist oft das Seitenverhältnis. Alles andere ist frei, und die Freiheit nicht zu nutzen ist der häufigste Fehler.
Hintergrund und Bildqualität
Schlicht und hell. Weiß oder ein helles Grau sind die sicheren Optionen, ein sehr helles Blaugrau funktioniert ebenfalls und wirkt oft etwas wärmer als reines Weiß.
Was nicht funktioniert: Ihr Wohnzimmer, ein Bücherregal, eine Wand mit sichtbarer Struktur, oder ein Verlauf. Der Hintergrund soll nichts erzählen. Er soll verschwinden.
Reines Weiß hat einen praktischen Nachteil, den kaum jemand bedenkt: Bei hellen oder grauen Haaren verschwindet die Kontur, und jeder Freistellungsfehler wird sichtbar. Ein helles Grau bei etwa 90 Prozent Helligkeit wirkt im Kontext wie Weiß und verzeiht deutlich mehr.
Falls Ihr vorhandenes Foto einen unpassenden Hintergrund hat, können Sie ihn mit unserem Hintergrund-Werkzeug direkt im Browser austauschen. Nichts wird hochgeladen.
Wohin genau im Lebenslauf
Oben rechts auf der ersten Seite des Lebenslaufs. Das ist die Konvention, und Konventionen einzuhalten kostet hier nichts.
Wer ein Deckblatt verwendet, setzt das Foto stattdessen dorthin, meist mittig oder rechts, und lässt es im Lebenslauf weg. Beides ist richtig. Beides gleichzeitig wirkt unentschlossen.
Im Anschreiben hat das Foto nichts verloren. Das ist ein Brief, kein Steckbrief.
Digitale Bewerbung: Auflösung, Format, Dateigröße
Bei der PDF-Bewerbung gilt weiterhin 300 dpi als Maßstab, also mindestens 413 x 531 Pixel für das Standardformat. Alles darunter wird beim Druck oder beim Zoom sichtbar unscharf, und Personalabteilungen zoomen tatsächlich hinein.
Größer schadet nicht. Ein Foto mit 800 x 1029 Pixeln, das im PDF auf 35 x 45 mm skaliert wird, bleibt auf jedem Bildschirm scharf und im Druck ebenfalls.
Dateiformat: JPG für das eingebettete Foto, das gesamte Bewerbungsdokument als PDF. Niemals als Word-Datei verschicken, wenn es sich vermeiden lässt, weil die Formatierung auf einem anderen Rechner verrutscht und das Foto mit ihr.
Dateigröße: Viele Online-Portale begrenzen den Upload auf 5 oder 10 MB für die gesamte Bewerbung. Wenn Ihr PDF zu groß ist, liegt es fast immer am Foto. Unser Kompressor bringt es auf eine Zielgröße, ohne die Maße zu verkleinern, denn die Maße sind das, was die Schärfe erzeugt.
Rechtlich: Sie müssen gar keins beilegen
Seit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz darf niemand ein Foto verlangen, und rechtlich ist eine Bewerbung ohne Foto vollständig.
Die Praxis sieht anders aus. In weiten Teilen des deutschen Arbeitsmarkts ist ein Bewerbungsfoto nach wie vor die Erwartung, besonders außerhalb der Tech-Branche und bei mittelständischen Unternehmen. Ein fehlendes Foto fällt dort auf, und zwar nicht positiv.
Die ehrliche Empfehlung: Bei einem internationalen Konzern oder einem Tech-Unternehmen können Sie es weglassen und viele tun das. Bei einer klassischen deutschen Bewerbung legen Sie eines bei. Die ausführliche Version steht in unserem Beitrag zum Bewerbungsfoto in Deutschland.
Die fünf häufigsten Fehler beim Format
- Zu klein hochgeladen. Ein 200 Pixel breites Foto, im PDF auf 35 mm gezogen, ist im Druck ein Pixelbrei. Immer mindestens 413 Pixel Breite.
- Falsches Seitenverhältnis. Ein quadratisches Foto in einen 35 x 45 Rahmen gequetscht verzerrt das Gesicht. Erst richtig zuschneiden, dann einsetzen.
- Passfoto statt Bewerbungsfoto. Neutraler Blick, geschlossener Mund, Kabinenlicht. Technisch korrekt, menschlich abweisend.
- Zu weit weg fotografiert. Auf 35 mm Breite ist ein Ganzkörperbild ein Gesicht von drei Millimetern. Kopf und Schultern füllen den Rahmen.
- Screenshot aus einem anderen Dokument. Verliert Auflösung und oft das Farbprofil. Immer die Originaldatei verwenden.
Wenn Sie kein brauchbares Foto haben
Das Format lässt sich reparieren. Ein schlechtes Foto nicht. Wenn Ihr einziges verfügbares Bild ein Urlaubsschnappschuss ist, wird kein Zuschnitt daraus ein Bewerbungsfoto machen, weil das Problem nicht der Ausschnitt ist, sondern Licht, Blickwinkel und Kleidung.
Zwei Wege: Stellen Sie sich vor ein Fenster, Kamera auf Augenhöhe, jemand macht drei Aufnahmen mit dem Handy. Das kostet nichts und dauert fünf Minuten.
Oder Sie erzeugen eines. Unser KI-Bewerbungsfoto macht aus einem einzigen Selfie drei professionelle Aufnahmen in rund 60 Sekunden, kostenlos zum Ausprobieren, ohne Registrierung. Danach schneiden Sie das Ergebnis mit unserem Lebenslauf-Foto-Werkzeug exakt auf 35 x 45 mm bei 300 dpi zu.
FAQ
Wie groß muss ein Bewerbungsfoto sein? 35 x 45 mm ist das Standardformat, also 413 x 531 Pixel bei 300 dpi. Für ein Deckblatt sind größere Formate wie 40 x 60 mm oder 50 x 70 mm üblich und ebenso korrekt. Wenn Sie unsicher sind, nehmen Sie 35 x 45 mm.
Wie viele Pixel braucht ein Bewerbungsfoto? Mindestens 413 x 531 Pixel für das Standardformat bei 300 dpi. Mehr ist besser, weniger wird im Druck und beim Hineinzoomen sichtbar unscharf. Ein Foto mit 800 x 1029 Pixeln ist eine sichere Wahl.
Ist ein Bewerbungsfoto dasselbe wie ein biometrisches Passfoto? Nein, und das ist der wichtigste Unterschied auf dieser Seite. Ein Passfoto muss behördliche Vorgaben erfüllen: neutraler Ausdruck, geschlossener Mund, frontaler Blick. Ein Bewerbungsfoto hat keine dieser Vorgaben. Sie dürfen lächeln, und ein Lächeln ist fast immer die bessere Entscheidung.
Welcher Hintergrund gehört auf ein Bewerbungsfoto? Schlicht und hell. Weiß oder ein helles Grau. Reines Weiß ist bei hellen oder grauen Haaren riskant, weil die Kontur verschwindet; ein helles Grau wirkt im Kontext ähnlich und verzeiht mehr.
Wo im Lebenslauf steht das Foto? Oben rechts auf der ersten Seite. Wenn Sie ein Deckblatt verwenden, gehört es stattdessen dorthin und im Lebenslauf entfällt es. Ins Anschreiben gehört es nicht.
Muss ich überhaupt ein Foto beilegen? Rechtlich nein, seit dem AGG darf es niemand verlangen. In der Praxis erwarten es viele deutsche Arbeitgeber weiterhin, besonders außerhalb der Tech-Branche. Bei internationalen Konzernen können Sie es problemlos weglassen.
Darf ich ein KI-Bewerbungsfoto verwenden? Ja. Ein Bewerbungsfoto ist keine behördliche Aufnahme und unterliegt keiner Echtheitsvorgabe. Entscheidend ist, dass Sie darauf erkennbar sind, so wie Sie im Vorstellungsgespräch aussehen werden. Für ein biometrisches Passfoto gilt das ausdrücklich nicht: Dort ist eine erzeugte Aufnahme unzulässig.
Sources
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